Leporello-Kalender

Kurzformat

Leporello-Kalender / Ost-England (East Anglia / Lincolnshire) , 1396
1 Streifen : mit Buchschmuck/Illustration ; 83 x 11-13 cm - Pergament
  • Basel, Universitätsbibliothek, UBH Y IX 1

LEADER 00000ntmaa22000004c 4500
001 991172649157205501
005 20260714113928.0
007 cr#|||||||||||
008 131021s1396 enk 00| | lat d
024 7 |a 10.7891/e-manuscripta-191031  |2 doi 
035 |a (EXLNZ-41SLSP_NETWORK)991172649157205501 
035 |a (41SLSP_UBS)9973040960005504  |9 (41SLSP_UBS)9973040960005504 
040 |a CH-ZuSLS UBS A100  |b ger  |e HAN-Katalogisierungsregeln 
046 |a s  |c 1396 
245 0 0 |a Leporello-Kalender 
246 1 |a Concertina-fold Calendar  |i Fachterminus aus der englischsprachigen Literatur 
264 0 |a Ost-England (East Anglia / Lincolnshire)  |c 1396 
300 |a 1 Streifen  |b mit Buchschmuck/Illustration  |c 83 x 11-13 cm 
336 |b txt  |2 rdacontent 
336 |b sti  |2 rdacontent 
337 |b n  |2 rdamedia 
337 |b c  |2 rdamedia 
338 |b nb  |2 rdacarrier 
338 |b cr  |2 rdacarrier 
340 |a Pergament 
490 1 |a Abteilung Y IX  |v 1 
506 |a Es gelten die Benutzungsbestimmungen für den Sonderlesesaal. 
541 |a Historisches Museum Basel  |c Überweisung  |d 20.10.2025  |e 2025,72H*  |f Öffentliche Bibliothek der Universität Basel 
544 0 |a Unbekannter Verbleib, ehemals Antiquariat Jörn Günther, Hamburg (Verkaufskatalog von 2000). Datiert 1397. 
544 0 |a Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Kupferstichkabinett, HB 14921, Kapsel 1053b. Datiert 1389. 
544 0 |a London, British Library, Ms. Add. 70517. Datiert 1412. 
544 0 |a Ljubljana, Narodna in univerzitetna knijžnica, Ms 160. Datiert 1415. 
544 0 |a Oxford, Bodleian Library, Ms. Douce 71. Datiert 1432. 
546 |a Lateinisch 
561 |a Der Kalender ist auf das Jahr 1396 datiert und in England - wahrscheinlich in Ost-England (East Anglia / Lincolnshire) - entstanden oder war zumindest für den englischen Gebrauch vorgesehen. Für diese Lokalisierung sprechen mehrere in der Region besonders verehrte Heilige. Im Kalender werden u.a. genannt: David [von Wales] (1. März), Cudbertus (20. März), Gudlacus (11. April), Dunstanus (19. Mai), Botulfus (17. Juni), Swithin (2. Juli), Edwardus [the Confessor] (13. Oktober), Edmund (20. November), Thomas [Becket] (7. Juli, 29. Dezember). Besonders die Nennung der drei ostenglischen Heiligen Edmund, Guthlac und Botulf ist ein starkes Indiz für eine Entstehung in East Anglia / Lincolnshire. Hinweise auf eine Datierung und einen englischen Entstehungskontext ergeben sich auch aus den chronologischen Notizen: "Ab origine mundi vi(m) v(c) lxiii" (= AM 6563) entspricht nach der im englischen Bereich verbreiteten Geschichtstradition (u. a. bei Matthew Paris) dem Jahr 1396 n.Chr.; "A passione sancti Thome CC XXII" (= 222 Jahre seit dem Martyrium Thomas Beckets) ergibt 1392, wobei die Abweichung von 1396 vernachlässigbar ist; "A coronatione regis XIX" (= 19 Jahre) verweist auf die Krönung König Richards II. (1367-1400) im Jahr 1377, was ebenfalls auf 1396 als Entstehungsdatum der Handschrift verweist. 
561 |a Der Kalender wurde offenbar in derselben Werkstatt hergestellt wie fünf weitere Leporello-Kalender, die Gumbert als niederländisch einordnet und in Utrecht beziehungsweise zumindest in der Diözese Utrecht lokalisiert (Gumbert 2016, S. 214–215). Seine Argumentation bleibt jedoch knapp und ist nur bedingt nachvollziehbar. Es ist anzunehmen, dass die Lokalisierung der Werkstatt nach Utrecht letztlich auf Perdrizet zurückgeht (siehe Perdrizet, Paul. - Le Calendrier de la Nation d'Allemagne de l'ancienne Université de Paris. - Paris, 1937, S. 102-113), der vor allem mit der flämischen beziehungsweise holländischen Schreibung einzelner Heiligennamen im Genitiv argumentiert. Dieses Indiz erscheint jedoch ebenfalls wenig belastbar. Wie Perdrizet selbst festhält, fehlen ausdrücklich Utrechter Heilige im Kalender (ebd., S. 113). Zweifel an der Utrechter Lokalisierung weckt zudem die Zugehörigkeit des Basler Kalenders zu dieser Gruppe, da dieser eindeutige Bezüge zu England aufweist. Es wäre daher zu prüfen, ob die Leporello-Kalender nicht vielmehr in einer englischen Werkstatt entstanden sein könnten. Das Basler Exemplar ist mit seiner Datierung auf das Jahr 1396 zwar nur geringfügig älter als die übrigen Kalender, ist aber dennoch das älteste der Gruppe. Zugleich ist es das einzige Exemplar, in dem die Jahreszählung nicht in sechs, sondern in acht Varianten angegeben wird: Neben den allgemein gebräuchlichen christlichen Zeitrechnungen enthält es, wie bereits erwähnt, eine zusätzliche Zählung ab dem Martyrium Thomas Beckets sowie eine weitere ab der Krönung des englischen Königs. Diese beiden ausschließlich im Basler Kalender belegten Datierungsweisen könnten darauf hindeuten, dass die Vorlage der gesamten Gruppe ursprünglich in einem englischen Kontext entstand und sich auch die Werkstatt möglicherweise in England befunden haben könnte. 
561 |a Der Pergamentstreifen kam 2025 vom Historischen Museum Basel an die Universitätsbibliothek Basel. Es ist anzunehmen, dass er als Teil der Mittelalterlichen Sammlung ins Historische Museum gekommen war. Im HMB war er unter der Inventarnummer 1873.32 verzeichnet, was einen Eingang in den Bestand im Jahr 1873, also noch vor der eigentlichen Gründung des Historische Museum im Jahr 1894, nahelegt. Gemäss Escher (1917, S. 243) befand sich die Handschrift davor in der Universitätsbibliothek. Escher zitiert einen Museumsvermerk: "Gelangte wohl durch einen am Basler Konzil teilnehmenden, englischen Kurfürsten nach Basel"; für diese Annahme fehlen allerdings bislang Belege. 
581 |a Escher, Konrad. - Die Miniaturen in den Basler Bibliotheken, Museen und Archiven. - Basel, 1917, S. 243f. (Nr. 353) 
581 |a Lithberg, Niels. - Computus med särskild hänsyn till runstaven och den borgerliga kalendern (Nordiska Museets handlingar). - Stockholm, 1953, S. 142f., Abb. 57 
581 |a Gumbert, J.P. - Bat Books. A Catalogue of Folded Manuscripts containing Almanacs or other Texts (Bibliologia 41). - Turnhout : Brepols Publisher, 2016, S. 216 (fälschlicherweise mit der HMB-Inventarnummer 1873.22) 
581 |a Griffin, Sarah. - Time Unfolded. A Late Medieval Concertina Calendar in the Staatsbibliothek zu Berlin (Libr. Pict. A 92). - In: The Medieval Journal 12.1 (2022), S. 111-147, hier S. 117, 123, 125, 133, 140 
583 1 |b Verzeichnung=Description=Inventaire  |c November 2025  |f HAN-Katalogisierungsregeln  |i Normalaufnahme nach Autopsie  |k Studer 
583 1 |b Verzeichnung=Description=Inventaire  |c Juni 2026  |i Ergänzungen zum Entstehungskontext und den Vergleichshandschriften  |k Studer 
583 1 |b Digitalisierung=Digitization=Numérisation  |c November 2025  |i TIFF 
583 1 |a Erschliessungsniveau Normalniveau 
596 0 |a Ursprünglich in der Breite einmal und in der Länge 17 Mal gefaltet: 2 x 18 Kompartimente von 5,6 x 4,2 cm Grösse. Die teilweise gebrochenen Falzstellen des Pergaments wurden 2025 stabilisiert. Oben und unten sind kleine Holztafeln (7,2 x 4,5 cm; Wachstafeln) befestigt, die das Stück im gefalteten Zustand schützen. 
596 1 |a Rubriziert: z.B. Hervorhebung des Sonntagsbuchstabens "a"; Hervorhebung einzelner Heiliger.  |c Rectoseite: Abbildung von einzelnen Heiligen mit ihren Attributen oder anderen symbolischen Repräsentationen der Festtage in Braun, Blau, Grün und Rot. Versoseite: Monatsbilder in Braun, Blau, Grün und Rot. Die Heiligenfiguren und die Monatsbilder sind bei Escher (1917) einzeln beschrieben. Die Zeichnungen scheinen aus der gleichen Werkstatt bzw. teilweise von der gleichen Hand zu stammen wie die Zeichnungen in den fünf bei Gumbert (2016, S. 214f.) genannten, mutmasslich aus (der Diözese) Utrecht stammenden Kalender. Siehe dazu auch "Geschichte". 
596 3 1 |g Rectoseite  |t Verschiedene Kalender  |s Im obersten Abschnitt befindet sich eine Kalendertabelle zur Berechnung von Wochentagen und beweglichen Festen; im darunter liegenden Abschnitt ist ein kreisförmiger liturgischer Computus-Kalender abgebildet, der eine Übersicht über alle Festtage und den liturgischen Zyklus bietet und die Berechnung beweglicher Feste ermöglicht; der dritte und insgesamt grösste Abschnitt präsentiert das reguläre Kalendarium mit der Nennung der Heiligenfeste in Textform, ergänzt durch Miniaturen bzw. bildliche Darstellungen; im untersten Abschnitt findet sich die Datierung der Handschrift in verschiedenen Zeitrechnungen (chronologisch und biblisch): "Ab origine mundi vi(m) v(c) lxiii", "Etas Ade ix(c) xxxii", "Etas Eve vii(c) v", "Ab incarnatione domini m ccc xcvi", "Adam fuit in inferio iiii vi(c) iiii", "A diluvio Noe mi vii(c) lxxix", "A passione sancti Thome cc xii", "A coronatione regis xix", dahinter nochmals die Zählungen sowie ein jeweils passendes Bild. 
596 3 1 |g Versoseite  |t Monatsbilder und -zyklus  |s Monatsnamen und -bilder sowie Angabe zum jeweiligen Sonnen- und Mondstand bzw. den Lichtstunden. 
655 7 |a Handschrift  |2 gnd-content 
690 |a Standort: Basel, Historisches Museum. Signatur: 1873.32 (alt)  |e 1873.32 (alt)  |2 han-A5 
710 1 |a Historisches Museum Basel  |0 (DE-588)13714-5  |4 fmo 
751 |a East Anglia  |0 (DE-588)4085518-1 
751 |a Lincolnshire  |0 (DE-588)4074241-6 
830 0 |a Abteilung Y IX  |v 1  |w 991172649158905501 
852 4 |b A100  |c 102HSS  |j UBH Y IX 1  |9 (41SLSP_UBS)9973040960005504 
856 4 1 |u http://dx.doi.org/10.7891/e-manuscripta-191031  |z Online via e-manuscripta 
900 |f HANcollect_this handschrift 
900 |a HANunikat 
900 |f HANemanuscriptabsub 
910 |c Die Katalogdaten stehen unter der Lizenz CC-BY zur Weiternutzung zur Verfügung. 
949 |c 102HSS  |p 12  |j UBH Y IX 1  |b A100  |9 (41SLSP_UBS)9973040960005504 
986 |a (41SLSP_UBS)9973040960005504  |9 (41SLSP_UBS)9973040960005504 

Basisinformationen

Signatur:
  • Basel, Universitätsbibliothek, UBH Y IX 1
Ressourcentyp:
Buchhandschrift
Digitalisat:
Titel:
Leporello-Kalender
Entstehungsangaben:
Ost-England (East Anglia / Lincolnshire), 1396
Entstehungszeit (normiert):
1396
Physische Beschreibung:
  • 1 Streifen: mit Buchschmuck/Illustration; 83 x 11-13 cm
Physische Beschaffenheit:
  • Pergament
Serie:
Abteilung Y IX; 1

Sucheinstiege

Körperschaft:
Ort (normiert):
Ort:
Formschlagwort:

Hierarchie / Kontext (aufklappbar)

Wird geladen...

Inhalt und innere Ordnung

Inhalt:
  • [Rectoseite] Verschiedene Kalender. Im obersten Abschnitt befindet sich eine Kalendertabelle zur Berechnung von Wochentagen und beweglichen Festen; im darunter liegenden Abschnitt ist ein kreisförmiger liturgischer Computus-Kalender abgebildet, der eine Übersicht über alle Festtage und den liturgischen Zyklus bietet und die Berechnung beweglicher Feste ermöglicht; der dritte und insgesamt grösste Abschnitt präsentiert das reguläre Kalendarium mit der Nennung der Heiligenfeste in Textform, ergänzt durch Miniaturen bzw. bildliche Darstellungen; im untersten Abschnitt findet sich die Datierung der Handschrift in verschiedenen Zeitrechnungen (chronologisch und biblisch): "Ab origine mundi vi(m) v(c) lxiii", "Etas Ade ix(c) xxxii", "Etas Eve vii(c) v", "Ab incarnatione domini m ccc xcvi", "Adam fuit in inferio iiii vi(c) iiii", "A diluvio Noe mi vii(c) lxxix", "A passione sancti Thome cc xii", "A coronatione regis xix", dahinter nochmals die Zählungen sowie ein jeweils passendes Bild.
  • [Versoseite] Monatsbilder und -zyklus. Monatsnamen und -bilder sowie Angabe zum jeweiligen Sonnen- und Mondstand bzw. den Lichtstunden.

Anmerkungen

Sprache, Schrift:
Lateinisch

Geschichte

Entstehungs-, Besitz- und Sammlungsgeschichte:
Der Kalender ist auf das Jahr 1396 datiert und in England - wahrscheinlich in Ost-England (East Anglia / Lincolnshire) - entstanden oder war zumindest für den englischen Gebrauch vorgesehen. Für diese Lokalisierung sprechen mehrere in der Region besonders verehrte Heilige. Im Kalender werden u.a. genannt: David [von Wales] (1. März), Cudbertus (20. März), Gudlacus (11. April), Dunstanus (19. Mai), Botulfus (17. Juni), Swithin (2. Juli), Edwardus [the Confessor] (13. Oktober), Edmund (20. November), Thomas [Becket] (7. Juli, 29. Dezember). Besonders die Nennung der drei ostenglischen Heiligen Edmund, Guthlac und Botulf ist ein starkes Indiz für eine Entstehung in East Anglia / Lincolnshire. Hinweise auf eine Datierung und einen englischen Entstehungskontext ergeben sich auch aus den chronologischen Notizen: "Ab origine mundi vi(m) v(c) lxiii" (= AM 6563) entspricht nach der im englischen Bereich verbreiteten Geschichtstradition (u. a. bei Matthew Paris) dem Jahr 1396 n.Chr.; "A passione sancti Thome CC XXII" (= 222 Jahre seit dem Martyrium Thomas Beckets) ergibt 1392, wobei die Abweichung von 1396 vernachlässigbar ist; "A coronatione regis XIX" (= 19 Jahre) verweist auf die Krönung König Richards II. (1367-1400) im Jahr 1377, was ebenfalls auf 1396 als Entstehungsdatum der Handschrift verweist.
Der Kalender wurde offenbar in derselben Werkstatt hergestellt wie fünf weitere Leporello-Kalender, die Gumbert als niederländisch einordnet und in Utrecht beziehungsweise zumindest in der Diözese Utrecht lokalisiert (Gumbert 2016, S. 214–215). Seine Argumentation bleibt jedoch knapp und ist nur bedingt nachvollziehbar. Es ist anzunehmen, dass die Lokalisierung der Werkstatt nach Utrecht letztlich auf Perdrizet zurückgeht (siehe Perdrizet, Paul. - Le Calendrier de la Nation d'Allemagne de l'ancienne Université de Paris. - Paris, 1937, S. 102-113), der vor allem mit der flämischen beziehungsweise holländischen Schreibung einzelner Heiligennamen im Genitiv argumentiert. Dieses Indiz erscheint jedoch ebenfalls wenig belastbar. Wie Perdrizet selbst festhält, fehlen ausdrücklich Utrechter Heilige im Kalender (ebd., S. 113). Zweifel an der Utrechter Lokalisierung weckt zudem die Zugehörigkeit des Basler Kalenders zu dieser Gruppe, da dieser eindeutige Bezüge zu England aufweist. Es wäre daher zu prüfen, ob die Leporello-Kalender nicht vielmehr in einer englischen Werkstatt entstanden sein könnten. Das Basler Exemplar ist mit seiner Datierung auf das Jahr 1396 zwar nur geringfügig älter als die übrigen Kalender, ist aber dennoch das älteste der Gruppe. Zugleich ist es das einzige Exemplar, in dem die Jahreszählung nicht in sechs, sondern in acht Varianten angegeben wird: Neben den allgemein gebräuchlichen christlichen Zeitrechnungen enthält es, wie bereits erwähnt, eine zusätzliche Zählung ab dem Martyrium Thomas Beckets sowie eine weitere ab der Krönung des englischen Königs. Diese beiden ausschließlich im Basler Kalender belegten Datierungsweisen könnten darauf hindeuten, dass die Vorlage der gesamten Gruppe ursprünglich in einem englischen Kontext entstand und sich auch die Werkstatt möglicherweise in England befunden haben könnte.
Der Pergamentstreifen kam 2025 vom Historischen Museum Basel an die Universitätsbibliothek Basel. Es ist anzunehmen, dass er als Teil der Mittelalterlichen Sammlung ins Historische Museum gekommen war. Im HMB war er unter der Inventarnummer 1873.32 verzeichnet, was einen Eingang in den Bestand im Jahr 1873, also noch vor der eigentlichen Gründung des Historische Museum im Jahr 1894, nahelegt. Gemäss Escher (1917, S. 243) befand sich die Handschrift davor in der Universitätsbibliothek. Escher zitiert einen Museumsvermerk: "Gelangte wohl durch einen am Basler Konzil teilnehmenden, englischen Kurfürsten nach Basel"; für diese Annahme fehlen allerdings bislang Belege.
Akzession:
  • Überweisung. Herkunft: Historisches Museum Basel. Datum: 20.10.2025. Akzessionsnummer: 2025,72H*. Eigentümer: Öffentliche Bibliothek der Universität Basel
Ehemalige Signatur:
Standort: Basel, Historisches Museum. Signatur: 1873.32 (alt); 1873.32 (alt)

Buchblock

Beschreibstoff:
Ursprünglich in der Breite einmal und in der Länge 17 Mal gefaltet: 2 x 18 Kompartimente von 5,6 x 4,2 cm Grösse. Die teilweise gebrochenen Falzstellen des Pergaments wurden 2025 stabilisiert. Oben und unten sind kleine Holztafeln (7,2 x 4,5 cm; Wachstafeln) befestigt, die das Stück im gefalteten Zustand schützen.

Ausstattung

Rubrizierungen:
Rubriziert: z.B. Hervorhebung des Sonntagsbuchstabens "a"; Hervorhebung einzelner Heiliger.
Miniaturen / Zeichnungen:
Rectoseite: Abbildung von einzelnen Heiligen mit ihren Attributen oder anderen symbolischen Repräsentationen der Festtage in Braun, Blau, Grün und Rot. Versoseite: Monatsbilder in Braun, Blau, Grün und Rot. Die Heiligenfiguren und die Monatsbilder sind bei Escher (1917) einzeln beschrieben. Die Zeichnungen scheinen aus der gleichen Werkstatt bzw. teilweise von der gleichen Hand zu stammen wie die Zeichnungen in den fünf bei Gumbert (2016, S. 214f.) genannten, mutmasslich aus (der Diözese) Utrecht stammenden Kalender. Siehe dazu auch "Geschichte".

Hinweise

Literatur:
  • Escher, Konrad. - Die Miniaturen in den Basler Bibliotheken, Museen und Archiven. - Basel, 1917, S. 243f. (Nr. 353)
  • Lithberg, Niels. - Computus med särskild hänsyn till runstaven och den borgerliga kalendern (Nordiska Museets handlingar). - Stockholm, 1953, S. 142f., Abb. 57
  • Gumbert, J.P. - Bat Books. A Catalogue of Folded Manuscripts containing Almanacs or other Texts (Bibliologia 41). - Turnhout : Brepols Publisher, 2016, S. 216 (fälschlicherweise mit der HMB-Inventarnummer 1873.22)
  • Griffin, Sarah. - Time Unfolded. A Late Medieval Concertina Calendar in the Staatsbibliothek zu Berlin (Libr. Pict. A 92). - In: The Medieval Journal 12.1 (2022), S. 111-147, hier S. 117, 123, 125, 133, 140
Verwandtes Material:
  • Unbekannter Verbleib, ehemals Antiquariat Jörn Günther, Hamburg (Verkaufskatalog von 2000). Datiert 1397.
  • Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Kupferstichkabinett, HB 14921, Kapsel 1053b. Datiert 1389.
  • London, British Library, Ms. Add. 70517. Datiert 1412.
  • Ljubljana, Narodna in univerzitetna knijžnica, Ms 160. Datiert 1415.
  • Oxford, Bodleian Library, Ms. Douce 71. Datiert 1432.

Zugriffs- und Benutzungsbestimmungen

Zugangsbestimmungen:
  • Es gelten die Benutzungsbestimmungen für den Sonderlesesaal.
Urheberrecht Metadaten:
Die Katalogdaten stehen unter der Lizenz CC-BY zur Weiternutzung zur Verfügung.

Bearbeitungsstand

Interne Bearbeitung:
  • Verzeichnung=Description=Inventaire; November 2025; HAN-Katalogisierungsregeln; Normalaufnahme nach Autopsie; Studer
  • Verzeichnung=Description=Inventaire; Juni 2026; Ergänzungen zum Entstehungskontext und den Vergleichshandschriften; Studer
  • Digitalisierung=Digitization=Numérisation; November 2025; TIFF
  • Erschliessungsniveau Normalniveau

Identifikatoren

Systemnummer:
991172649157205501
Andere Systemnummer:
  • (EXLNZ-41SLSP_NETWORK)991172649157205501
  • (41SLSP_UBS)9973040960005504
Digital Object Identifier:
Quelle: