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   <subfield code="a">Neukatalogisierung</subfield>
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   <subfield code="a">Militärordnung von 1536</subfield>
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   <subfield code="a">Militärordnung von 1536</subfield>
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   <subfield code="a">Bayern</subfield>
   <subfield code="c">1536 oder später</subfield>
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   <subfield code="a">1 Band (34 Blätter)</subfield>
   <subfield code="c">31 x 22 cm</subfield>
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   <subfield code="a">Papier</subfield>
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   <subfield code="a">Unpublizierte Beschreibung des Vorbesitzers, im Archiv der Stiftsbibliothek St. Gallen</subfield>
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   <subfield code="a">Die Papierhandschrift überliefert eine kurzgefasste Militärordnung aus dem Jahr 1536. Die verschiedenen Anordnungen betreffen die Aufzeichnung der vorhandenen und benötigten Grenzposten, Geschütze, Schützen und Vorräte, den Bedarf an Korn und an Hafer für die Truppen und die Pferde, die verschiedenen Funktionsträger im Krieg und ihre Besoldung, die Materialien für den Kriegszug, die Belagerung und die Artillerie, sodann die Marschordnung etc. Der besondere, mittels eine Buchklappe und Metallvorrichtung auf dem Vorderdeckel verschliessbare Einband weist die beiden blindgeprägten Wappen mit Löwe und Rauten der Wittelsbacher bzw. des Herzogtums Bayern auf und war gemäss den blindgeprägten Initialen H und L wahrscheinlich Herzog Ludwig X. von Bayern-Landshut (reg. 1514-1545) gewidmet, der 1536 am Feldzug Kaiser Karls V. gegen Franz I. teilnahm.</subfield>
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   <subfield code="a">Deutsch (Frühneuhochdeutsch, Bairisch)</subfield>
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   <subfield code="a">Gemäss den Wappen der Wittelsbacher und den beiden Initialen H und L (= &quot;Herzog Ludwig&quot;?) auf dem Einband war das Buch wohl Herzog Ludwig X. von Bayern-Landshut (reg. 1514-1545) gewidmet und die Handschrift wohl in seinem Auftrag geschrieben oder abgeschrieben worden. Laut den Einträgen auf fol. 4v und 28r befand sich die Handschrift 1591 im Besitz von Graf Joachim dem Älteren zu Ortenburg (reg. 1551-1600), eines niederbayerischen Adeligen.</subfield>
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   <subfield code="a">Aus privatem Nachlass als Schenkung 2019 in die Stiftsbibliothek St. Gallen gelangt.</subfield>
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   <subfield code="a">Einband des 16. Jh. Dunkelbraunes Leder auf Holz, einschliesslich einer Buchklappe, die auf den Vorderdeckel geht. Streicheisenlinien, Rollenstempel, auf dem Vorderdeckel mit Blattwerk und Mensch/Putte, auf dem Hinterdeckel mit Häuptern und Vasen, Einzelstempel, darunter auf dem Vorderdeckel im Mittelfeld &quot;H&quot; und &quot;L&quot; sowie die beiden Wappen der Wittelsbacher bzw. des Herzogtums Bayern, links ein Löwenschild und rechts ein Rautenschild, zudem rechts unten das Monogramm A.P.L. oder A.L.P. Aussergewöhnlicher Metallverschluss: Auf dem Vorderdeckel 2 Gegenstücke für Riegel und 1 Öse, die durch Öffnungen durch die Buchklappe hindurchgehen und auf der Buchklappe oben und unten je mit einem drehbaren Riegel und in der Mitte mit einem (ursprünglichen?) Schloss ge- und verschlossen werden. Vorderes Spiegelblatt (vor fol. 1) aus demselben Papier wie der Buchblock. Je zwei pergamentene Falzverstärkungen in den Lagenmitten fol. 2/3 und 28/29, letztere beidseitig lateinisch beschrieben, einerseits in Minuskel des 13./14. Jh., andererseits in Textualis des 13./14. Jh., dieses wohl ein Fragment von Vincent de Beauvais, Speculum historiale, 6.9: &quot;auri pondus publice missum attulis[sent]&quot;.</subfield>
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   <subfield code="a">Roland Hartmann, Verschließbare Einbände des 15. und 16. Jahrhunderts, in: Manfred von Arnim (Hg.), Festschrift Otto Schäfer zum 75. Geburtstag am 29. Juni 1987, Stuttgart 1987, S. 427-436, hier S. 434-435.</subfield>
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   <subfield code="a">Matthias Miller, Reichsgraf Joachim von Ortenburg und seine Bücher. Rekonstruktion seiner Bibliothek, Ortenburg 2020, S. 52 (H17).</subfield>
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   <subfield code="a">Vgl. Rainer Leng, Ars belli. Deutsche taktische und kriegstechnische Bilderhandschriften und Traktate im 15. und 16. Jahrhunderts, 2 Bde., Wiesbaden 2002, hier Bd. 2, S. 112-114 zu Gotha, Universitäts- und Forschungsbibliothek, Memb. I 121, dessen Einband wohl dieselben blindgeprägten Initalen H und L sowie dieselben beiden blindgeprägten Wappen, zudem wohl Spuren eines vergleichbaren Metallverschlusses aufweist und das Kriegsmemorial von Heinrich Treusch von Butlar und Konrad von Bemelberg überliefert.</subfield>
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   <subfield code="b">Verzeichnung=Description=Inventaire</subfield>
   <subfield code="c">August 2023</subfield>
   <subfield code="f">HAN-Katalogisierungsregeln</subfield>
   <subfield code="i">Neukatalogisierung</subfield>
   <subfield code="k">Philipp Lenz</subfield>
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   <subfield code="a">Erschliessungsniveau Normalniveau</subfield>
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   <subfield code="a">Papier</subfield>
   <subfield code="b">Lagen: II⁴ + (III+1)¹¹ + I¹³ + IV²¹ + VII³⁴⁺¹; fol. 11 ist wohl Einzelblatt; das letzte Blatt (nach fol. 34) ist als hinteres Spiegelblatt auf den Hinterdeckel geklebt.</subfield>
   <subfield code="c">Moderne Foliierung mit Bleistift 1-34.</subfield>
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   <subfield code="d">Schriftraum einspaltig, ohne eigentliche Einrichtung, Schriftraum bis ca. 28 x 15,5 cm, links begrenzt durch Falz im Blatt mittels Faltung</subfield>
   <subfield code="e">Kurrentschrift des 16. Jh.</subfield>
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   <subfield code="g">1r-4r</subfield>
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   <subfield code="g">4v</subfield>
   <subfield code="t">Besitzeintrag und weitere Einträge von gleicher Hand</subfield>
   <subfield code="i">15. L. 91. Eil mitt weil. Joachim d[er] Eltern graven, grave zu Ortenburg etc. Non cedit umbra soli. [...] Glaub thue und gib mir waβ ich wil / Geschieht dir unrecht so schweig datzue stil / Daβ unschult waindt und hochmuoth lacht / daβ hatt d[en] schwaitzer Bundt gemacht.</subfield>
   <subfield code="v">Vgl. Walter Ludwig, &quot;Non cedit umbra soli&quot;: Joachim Graf zu Ortenburg als Humanist und Leser von Justus Lipsius, in: Humanistica Lovaniensia 51 (2002), S. 206-243, hier S. 221-222.</subfield>
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   <subfield code="g">5r-28r</subfield>
   <subfield code="t">Militärordnung von 1536</subfield>
   <subfield code="i">&gt;Zu vermerckhen ain ordnung uber ain lanndt gewaligen herrzug anno 1536&lt;. Item erstlich sollen inn dem ganntzen lanndt die grenitzposst, alle fleckhen, auch geschútz unnd vorratt pesichtigt unnd die notturft allenthalben auffgezaichent werden. Item weyder soll pey allen gerichten verschaft werden, das alle zill- unnd pirschschútzen unnd ein yeder mit namen auffgezaychent unnd das meinem beredigen herrn zuogeschickt werden ..., [12r] &gt;Zu vermerckhen des mallen unnd protpachen halben&lt;. Item ain schoffe khorn wigt 35 l. [?] 25 h [oder: d?], darvon mag man pachen 500, darvon mag man speyssen ain tag: 250 man ..., [12v] &gt;Zu vermerckhen die fueterung der Ros&lt;. Item von ainem scheffe haber mag man fuetern: 16 Ros ..., [13r-13v leer], [14r] &gt;Eur F[ürstlichen] G[naden] empter&lt;. Item zum ersten soll E. F. G. hawen einen leutenaindt. Zum annder ain feldmarschalckh. Zum driten ainen zeugmayster ..., [14v] Zu vermerckhen die zeltt, die auff E. F. G. reys unnd regement gehórn, wie hernach volgt&lt;. Item zum ersten E. F. G. reyszeltt mit samdt denn dreyen trawannten zellen: 1 wagen ..., [15r] &gt;Ain stat oder schlos zu beschiessen&lt;. Item zwo ..., [20r] &gt;Hernnach vollgt annder wagen unnd fúr zu der artalarey&lt;. Item die schmidten mit aller zuegehórn, wie man sye in das feldt praucht: 1 wagen ..., [21v] Zu vermerckhen des zeugmaysters mit seinen ainstern [?]&lt;. Item erstlich dem zeugmaysters auff seinem reys [?] das monat zu sollt 100 fl. ..., [24r] &gt;Nun volgt hernach der schanntzmayster&lt;. Item einem schantztmayster ..., [24v-25v leer], [26r] &gt;Zu vermerckhen die ordnung der raysigen, so man gegen den feynten ziechen will oder sich pesongt [?]&lt;. Item  zum erstem sol ein feltmarschalch mit ainem zeugmaister ..., [27r] &gt;Zu vermerckhen die ordnung aller fuesknecht, wie die im ziehen vor und nach geornet werden solln&lt;. Item am ersten so seint N. taussent khnecht ..., [27v] &gt;Wie es mit dem geschútz gehaltden werden sollt&lt;. Item die vorhuet wirt haben ... [28r] wie dann die notturft erayschen wirt.</subfield>
   <subfield code="v">Vgl. ähnliche, ausführlichere Kriegsordnungen bei Rainer Leng, Ars belli. Deutsche taktische und kriegstechnische Bilderhandschriften und Traktate im 15. und 16. Jahrhunderts, 2 Bde., Wiesbaden 2002, hier Bd. 1, S. 294-304 (unser Text fehlt im Verzeichnis der Textanfänge Bd. 2, S. 471-492).</subfield>
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   <subfield code="g">28r</subfield>
   <subfield code="t">Besitzeintrag von derselben Hand wie 4r</subfield>
   <subfield code="i">Joachim d[er] Eltern graven, grave zu Ortenburg etc.</subfield>
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   <subfield code="g">28v-34v</subfield>
   <subfield code="t">leer</subfield>
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   <subfield code="a">Handschrift</subfield>
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   <subfield code="a">Ortenburg, Joachim &lt;&lt;von&gt;&gt;</subfield>
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   <subfield code="c">Die Katalogdaten stehen unter der Lizenz CC-BY zur Weiternutzung zur Verfügung.</subfield>
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